Architekten-Tüll
Architekten-Tüll ist eine Gardinenart, die sich in den 50er und 60er Jahren großer Beliebheit erfreute. Bekannt ist diese Maschenware mit seiner geometrisch gewebten, gitterartigen Struktur aber schon seit über 100 Jahren. Der Stoff wird in der sogenannten Kettenwebtechnik hergestellt und wirkt fließend. Er ist licht-und luftdruchlässig. Als besonderes Plus ist er in beide Richtungen formstabil und nicht so schiebeanfällig wie eine Webware. Daher wird er auch gerne anstelle einer Übergardine genutzt.
Architekten-Tüll feiert Comeback!
Seit 1970 wird dieser Stoff meist aus Polyester hergstellt, da diese Kunstfaser eine gute Knitterbremse ist. Man findet ihn aber auch aus einem Gemisch von Baumwolle und Polyester. Architekten-Tüll kann sehr gut im Wohnbereich eingesetzt werden und feiert momentan ein Comeback. Oft weist dieser Tüll fantasievolle Musterungen auf, seine Durchbrechungen sind dabei stets großflächig und streng geometrisch und oft rautenförmig, quadratisch, rechteckig, wabenförmig oder rund. Beim Architekten-Tüll wiederholen sich diese gleichmäßig oder wechseln in der gleichen Reihenfolge.